Da capo
Christian hat mich besucht. Sagt Walther, sagt Bruno, alle sagen es. Ich kann mich nicht daran erinnern. Vielleicht wollen sie mich trösten. Ach, ich hatte Christian immer so herbeigesehnt. Aber er kam nicht. Und als er dann wohl gekommen ist, war es beinahe schon zu spät. Fast hätte er mich nicht mehr angetroffen. Dreimal war ich wohl schon halb weg und doch noch ein bisschen da, so dass man mich zurückholen konnte. Als Christian dann kam, soll ich zu ihm gesprochen haben. Ich kann mich nicht daran erinnern. Bruno bekommt glänzende Augen, wenn er mir davon erzählt. Aber ich kann mich nicht daran erinnern. Wochen und Monate des Dahindämmerns liegen hinter mir. Und Wochen und Monate harter Arbeit vor mir. Wie schon vor einem Jahr. Ich habe alles aufs Spiel gesetzt, aber jetzt kann ich es zurückerobern. Ich weiß nicht, wann ich dieses Privatsanatorium verlassen kann. Wenn ich woanders wäre, würde man mich gar nicht mehr rauslassen. Also will ich mich nicht beklagen. Vielleicht sollte ich froh sein, in dieser Geborgenheit hier erst einmal auszuharren. Denn draußen soll so viel Schreckliches geschehen sein … ausgerechnet zu Beginn dieses Monats … ausgerechnet zum Lammasfest.

Am 3. September 2007 um 09:12 Uhr
Liebe IBI,
da bist ja endlich wieder. Ich hatte schon gedacht, das wird nichts mehr und dein Blog verwaist. Somit wir ja auch klar, warum man hier nicht von dir gehört hat. Heimlich freue ich mich schon die ganze Zeit auf die Fortsetzung, die ab nächste Woche ja auch schon wieder im Laden stehen soll
Ich bin schon sehr gespannt !!!
Ptah